Wettbewerbe in der Musik

"Wettbewerbe sind für Pferde, nicht für Künstler."
(Béla Bartók, Maurice Ravel oder auch Leonard Bernstein)

Auch die längere Recherche konnte nicht eindeutig klären, von wem das berühmte Zitat denn nun stammt. Vielleicht haben es auch alle drei in irgendeiner Art und Weise verwendet, um ihre Meinung zu musikalischen Wettbewerben kundzutun.

Diskussionen um Wettbewerbe und Bewertung von Musik im Allgemeinen sind vermutlich so alt, wie die Musik selbst. Und es ist auch klar, dass das olympische Motto "citius, altius, fortius" (schneller, höher, stärker) sich afu die Musik nicht so ohne Weiteres anwenden lässt.

Klar kann man messen, wer den "Hummelflug" am schnellsten spielt, doch künstlerische Messkriterien drücken sich in der Regel nicht in Zentimetern, Sekunden oder Kilogramm aus. Das wiederum macht es für Außenstehende oft nicht ganz leicht, Juryentscheidungen zu verstehen - zumal sich über Geschmack ja bekanntermaßen streiten lässt. Die Kunst - und damit auch die Musik - ist oftmals eben Geschmackssache.

Und doch gibt es nachvollziehbare Kriterien, die eine Unterscheidung ermöglichen und damit letztendlich auch eine Rangliste. Ob man das überhaupt muss, ist eine andere Frage. Vielmehr geht es darum, wann und warum ein Vergleich überhaupt sinnvoll ist. Immer sollte bei Wettbewerben und Wertungsspielen der pädagogische Ansatz im Vordergrund stehen, niemals der Kampf gegen einen Kontrahenten.

Im Schwerpunktthema "Wettbewerbe in der Musik" sprachen wir über diese Thematik beispielsweise mit Dirigent Markus Theinert und Bundesmusikdirektor Heiko Schulze. Auch Selina Ott, die Gewinnerin des diesjährigen ARD-Musikwettbewerbs im Fach Trompete, ließ uns an ihren Erfahrungen mit musikalischen Wettbewerben teilhaben.

Das Schwerpunktthema »Wettbewerbe in der Musik« besteht aus vier Artikeln mit insgesamt 14 Seiten:

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