Schwerpunktthema: Abenteuer Programmplanung

Ein Konzertprogramm ist heute auch nicht mehr einfach nur eine beliebige Aneinanderreihung von Musiktiteln. Aber wenn man es ganz genau betrachtet: Das war es auch noch nie. Ziel eines Konzerts ist und ist schon immer gewesen, den Zuschauer vom ersten bis zum letzten Werk bei der Stange, wach und aufmerksam zu halten. "Nach einem getragenen Werk hat der Zuhörer Bedarf nach etwas Bewegung. Nach einem Presto will man etwas zur Ruhe kommen. Dem muss man bei der Programmgestaltung Rechnung tragen", erklärt Markus Theinert im CLARINO-Interview.

Was muss ich bei der Programmgestaltung, bei der Konzertdramaturgie beachten? Diesem Thema widmen wir den Schwerpunkt der Novemberausgabe. Ein Reißbrett gibt es da (leider?) nicht. "Alles kann, nichts muss", könnte man meinen. Zumal uns ein und dasselbe Programm an dem einen Tag sinnvoll, am nächsten missglückt vorkommen kann. Tilmann Böttcher schreibt: "Was ein Mensch als sinnvolle Klammer zwischen Stücken empfindet, deklariert der andere als Pfusch, eine Zusammenstellung, die uns zunächst zufällig scheint, bringt später völlig neue Verbindungslinien zwischen den Stücken zutage."

Es gibt einige wichtige Dinge, die für ein gelungenes Programm vonnöten sind. Zum einen braucht es zur Programmplanung gute Gedanken, Wissen, Fantasie und Abenteuerlust. Und zum anderen sind die Ausführenden dieser Ideen nicht ganz außer acht zu lassen. Denn selbst die vollendete Konzertdramaturgie wird einer miserablen Aufführungspraxis nichts hinzuzufügen haben.

Das Schwerpunktthema von CLARINO 11/2015 "Abenteuer Programmplanung" besteht aus vier Beiträgen mit insgesamt 14 Seiten:

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