Der Dirigent: Lenker, Leiter, Steuermann

Das Schwerpunktthema »Der Dirigent« erscheint nun bereits tatsächlich zum achten Mal! Und es ist immer wieder erstaunlich, dass der Redaktion dabei offenbar nur selten die Ideen ausgehen. Wobei das vielleicht auch mit der Erfahrung zu tun hat. Und das hat wiederum mit der Spezies der Dirigenten zu tun: Denn ein Dirigent wird ja – so die landläufige Meinung – mit dem Alter, sprich: mit der Erfahrung, immer besser!

Herbert von Karajan hat viele interessante Sachen gesagt. Zum Beispiel wird ihm auch dieses zugeschrieben: »Orchester haben keinen eigenen Klang; den macht der Dirigent.« Das ist sicherlich eine Behauptung, die man mal diskutieren könnte und sollte.

Und das würde Dirigentenwettbewerben einen weiteren Aspekt hinzufügen, mit dem man über den Sinn solcher Veranstaltungen diskutieren könnte. Wir nähern uns nämlich in »Theinerts Thema« dem Dirigenten von der Wettbewerbsseite. Eine Sache bleibe immer außen vor, sagt Theinert, »nämlich die Tatsache, dass die Juroren sich an einem anderen Ort befinden als der Dirigent selbst«. Nämlich am Jurytisch.

Auch am Jurytisch sitzen in Orchesterwettbewerben meistens Dirigenten, die das Geschehen auf der Bühne bewerten sollen. Wir haben uns mal unter einigen Dirigenten umgehört und wollten wissen, warum man bei Wettbewerben und Wertungsspielen manchmal eine gewisse Diskrepanz zwischen fachlicher und emotionaler Einordnung erlebt. Viele spannende Punkte kamen da zum Vorschein.

Man liest so oft über Beschwerden von Musikern – was ist denn mit den Dirigenten? Die sind doch ständig in Bewegung! Deshalb auch lesenswert: der Artikel von Dr. Alexandra Türk-Espitalier über Musikphysiologie für Dirigenten.

Das Schwerpunktthema "Der Dirigent: Lenker, Leiter, Steuermann" besteht aus sieben Artikeln mit insgesamt 20 Seiten:

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