Das Zweitinstrument - Neue Herausforderungen?

Zwei Instrumente auf einem ähnlich hohen Niveau zu beherrschen, kostet Zeit und Hingabe. Jeder, der auch nur auf einem Instrument fit ist, weiß, wie viel Schweiß die Götter schon da vor den Erfolg gesetzt haben. Dabei kann es durchaus sinnvoll und horizonterweiternd sein, über den eigenen Becherrand hinauszuschauen.

Zweitinstrumente aus einer Instrumentenfamilie

In vielen Fällen ist es heute üblich, sich ein Zweitinstrument »draufzuschaffen«. Man muss nur einmal in die Stellenausschreibungen schauen, wonach der Klarinettist sich auch zu Es- oder Bassklarinette verpflichtet. Auch der Trom­peter greift im Orchester nicht selten zur Piccolotrompete, der Oboist zum Englischhorn.

Klar, diese Instrumente gehören dann alle zur Familie und der jeweilige Spieler muss nicht komplett bei Null anfangen. Aber geübt werden muss das auch. Schließlich sind bisweilen anderer Ansatz, Anblasdruck oder Fingerfertigkeit gefragt.

Dirigenten und Multiinstrumentalisten

Bevor sich die Musikerausbildung nach 1800 auf die zahlreichen neu gegründeten Konservatorien verlagerte – und damit eine stärkere Spezialisierung der Musiker auf ein Hauptinstrument erfolgte – war es übrigens durchaus üblich, Multiinstrumentalist zu sein. Für Dirigenten ist es auch heute sicherlich ratsam, sich mit den Instrumenten des Orchesters auszukennen.

Wir sprachen mit fünf Musikern über ihre Zweitinstrumente und wie sie dazu kamen, mit Dirigent Markus Theinert über Zweitinstrumente im Orchester und mit Michael Euler über das Klavier als Zweitinstrument in der Ausbildung, das für ein ganzheitliches Musikverständnis unverzichtbar ist.

Das Schwerpunktthema "Das Zweitinstrument - Neue Herausforderungen?" besteht aus drei Artikeln mit insgesamt 12 Seiten:

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