Das Programm: Schwere Kost vs. leichte Muse

Das "Centre of Performance Science" hat herausgefunden, dass Konzertbesuche glücklich machen. "Das ist ein erster, vorläufiger Beweis, dass der Besuch eines kulturellen Events eine Auswirkung auf das Hormonsystem haben kann", erklärte ein Wissenschaftler. Jedoch sei die Untersuchung bisher nur bei einem klassischen Konzert durchgeführt worden, andere Genres wurden noch nicht erforscht.

Die Frage ist ja tatsächlich, ob es dafür wirklich eines Beweises bedarf. Die Frage nach dem Genre ist vermutlich gar nicht so entscheidend. Ob Klassik, Jazz, Rock/Pop – der jeweilige Besucher dürfte diese Konzerte mit einem Glücksgefühl verlassen. Normalerweise. Denn nicht die Art der Musik ist relevant, vielmehr stellen sich doch Fragen wie: Wird das Publikum unterhalten? Wird es ernst genommen? Wird es gefordert? Oder wird es mit Traktaten traktiert? Ist es genervt? Wird es überfordert?

Wir haben dem Schwerpunktthema den Titel "Das Programm. Schwere Kost vs. leichte Muse" gegeben, weil in den Diskussionen um die perfekte Programmgestaltung diese Begriffe immer wieder vorkommen. Was bedeuten diese Begriffe eigentlich? Was ist schwer und was ist leicht? Und wer entscheidet das überhaupt?

Es stimmt nicht, dass hinter der "leichten Muse" nie viel musikalischer Gehalt steckt. Der Erfolg eines Programms ist nicht von "schwerer Kost" oder "leichter Muse" abhängig, sondern in erster Linie davon, wie diese dargeboten werden.

Das Schwerpunktthema von CLARINO 7-8/2016 "Das Programm - Schwere Kost vs. leichte Muse" besteht aus fünf Beiträgen mit insgesamt 15 Seiten:

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