Zum Thema »Arrangements« (2) - Auswahlkriterien für Arrangements in der Anwendung

Im Schaffen Richard Wagners kommt seiner Oper »Lohengrin« (1847) besondere Bedeutung zu, stellt sie doch in vielerlei Hinsicht den Übergang von den Frühwerken zur Reifezeit dar. Am deutlichsten wird dies in der Instrumentierung, äußerlich erkennbar etwa an der dreifachen Holzbläserbesetzung und den oft vielfach geteilten Streicherstimmen. Doch auch in Bezug auf Einsatz und Verwendung der Instrumente erschließt Wagner hier neue Dimensionen der Orchester-, insbesondere aber der Bläserbehandlung. So werden die einzelnen Holzbläsergruppen emanzipiert, da sie nun in der Lage sind, eigenständig Dreiklänge zu bilden. Überdies tragen die neu hinzugekommenen Holzblasinstrumente Englischhorn und Bassklarinette wichtige, inhaltsvermittelnde Aufgaben, und insgesamt bietet die größere Anzahl an Instrumenten zahlreiche neue Möglichkeiten der Kombination.

  • 21.09.2011
  • Praxis
  • Jörg Murschinski
  • Ausgabe: 5/2008
  • Seite 10

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