»Zug um Zug« von Jakob Gruchmann

  • 23.08.2016
  • spielBAR
  • Joachim Buch
  • Ausgabe: 9/2016
  • Seite 64-66

Nur wenige Blasmusik-Komponisten sind schon kurz nach ihrem 20. Geburtstag gleich mit verschiedenen Pflichtstücken bei Wertungsspielen vertreten. Schon bald nach der Uraufführung am 1. Januar 2012 im Salzburger Kongress fand auch »Zug um Zug« des am 23. September 1991 geborenen Jakob Gruchmann Einzug in die Literaturliste.

Die etwa sechs Minuten dauernde Komposition »Zug um Zug« entstand im November 2011 im Auftrag des Eisenbahner-Musikvereins Salzburg und seines damaligen Kapellmeisters Igor Oder. Das Stück ist in drei Teile mit unterschiedlichem Tempo gegliedert (schnell – langsam – schnell), die jeder für eine bestimmte Epoche oder einen Aspekt des Reisens mit der Eisenbahn stehen:

  • traditionelles Reisen (unter anderem unter Verwendung des Liedthemas von der »Schwäb’sche Eisebahne«)
  • Atmosphäre auf einem nächtlichen Bahnhof
  • Reisen mit einer modernen Elektro-Lokomotive

Manch andere Komposition, in der das Reisen mit der Eisenbahn thematisiert wird, beginnen mit Effekten, die beispielsweise an eine schnaubende Dampflok kurz vor Beginn des Fahrtantritts erinnern sollen. Der Anfang von »Zug um Zug« lässt mit seinen synkopischen Figuren im Holz und markanten, oft recht dissonanten Signalen in den Trompeten an einen bereits fahrenden Zug denken.

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