Wir machen nicht nur Musik - Kinder- und Jugendschutz

  • 19.02.2014
  • Praxis
  • Tim Wersig
  • Ausgabe: 3/2014
  • Seite 18-19

Im siebten Fachbeitrag soll es wiederum um Kompetenzen gehen, welche Jugendarbeiter in ihrer alltäglichen Arbeit wissen, können und vorhalten sollten. Innerhalb der ­thematisierten kinder- und jugendschutzrelevanten Aspekte geht es darum zu wissen, inwieweit die musikalische und pädagogische Arbeit mit dem Kinder- und Jugendschutz im Zusammenhang stehen und was im Fall der Fälle zu tun ist.

»Kindeswohlgefährdung ist ein das Wohl und die Rechte eines Kindes beeinträchti-gendes Verhalten oder Handeln bzw. ein Unterlassen einer angemessenen Sorge durch Eltern oder andere Personen (zum Beispiel Betreuer im Musikverein etc.), das zu nicht zufälligen Verletzungen, zu körperlichen und seelischen Schädigungen und/oder Entwicklungsbeeinträchtigungen eines Kindes führen kann (…)« (aus: Kinderschutz-Zentrum Berlin 2009, 32). Da der Begriff in den nationalen Gesetzestexten nicht genau beschrieben bzw. definiert wird, handelt es sich hierbei um einen 

sogenannten »unbestimmten Rechtsbegriff«. Weiter heißt es in den Gesetzes­büchern, dass dann eine Kindeswohl­gefährdung vorliegt, wenn das Kind von den Eltern und/oder von anderen Personen geschädigt wird. Hier werden drei Hauptformen unterschieden: Vernachlässigung, Misshandlung (körperlich und/oder seelisch bzw. emotional) sowie der Missbrauch (sexuell). Zusammenfassend kann geschrieben werden, dass eine Kindeswohlgefährdung dann vorliegt, wenn eine gegenwärtige oder zumindest unmittelbar bevorstehende Gefahr für die Kindesentwicklung abzusehen ist, die bei ihrer Fortdauer eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt.

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