Wer hats erfunden? - Ein Unterrichtskonzept aus der Schweiz

  • 23.08.2012
  • Szene
  • Ausgabe: 9/2012
  • Seite 44-45

Hans-Peter Blaser und Ueli Kipfer sind die »Dirigiercoaches«. Als solche haben sie  »zeitgemäße und zukunftsgerichtete Unterrichtskonzepte in der Aus- und Weiterbildung von Dirigentinnen und ­Dirigenten« ins Leben gerufen. Eine Revolution? Vielleicht. Zumindest aber eine Pionierarbeit. Klaus Härtel wollte mehr wisssen.

Herr Blaser, Herr Kipfer – was hat Sie dazu bewogen, Ihr neues Unterrichtskonzept ins Leben zu rufen?

Ueli Kipfer: Die Idee ist eigentlich aus einer Notwendigkeit entstanden. In der Schweiz haben wir einen akuten Mangel an einigermaßen gut ausgebildeten Dirigenten. Das ist nicht unbedingt für die hohen Klassen der Fall, sondern vielmehr für den unteren Leistungsbereich. Die Art, wie die Dirigierausbildung angeboten wird, ist für viele Interes­senten nicht mehr zeitgemäß. Nehmen Sie einen jungen Menschen. Der ist erfolgreich im Beruf und hat Familie. Der ist nicht unbedingt bereit, im Winterhalbjahr 20 bis 25 Samstage in Fortbildungen zu verbringen. Daraus ist die Idee entstanden, etwas ins Leben zu rufen mit relativ wenig Präsenzunterricht und der Möglichkeit, einen wesentlichen Teil der Zeit fürs Studium selber einzuteilen. 

Hans-Peter Blaser: Da ich nun seit über 25 Jahren Erfahrung als Dozent für Blas­orchesterleitung habe und seit nunmehr zehn Jahren im Bereich des E-Learnings an der Musikhochschule Zürich arbeite, lag es nahe, diese beiden Aspekte miteinander zu verknüpfen. Zudem absolviert Ueli Kipfer im Moment einen Masterstudiengang in Musikmanagement. Folglich verfügt er über die idealen Voraussetzungen, um als Musikschulleiter tätig sein zu können. 

Infos: www.dirigiercoaches.ch

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