wenn die karawanken wanken - »globalkryner« verteidigen ein weltkulturerbe

) Von Uschi Mohr Es mag an der sauberen Höhenluft liegen oder an der Tatsache, dass den Österreichern von ihren Gipfeln aus der Blick auf, in und über die große weite Welt eher vergönnt ist als dem Rest der mitteleuropäischen Bevölkerung. Warum sonst sollten ausgerechnet in der kleinen Alpenrepublik bläsermusikalische Entwicklungen ihren Ausgang nehmen, die sich in ihrer genreübergreifenden Offenheit so weit vom Üblichen abheben, dass sie nicht einmal mehr ins grobe Raster der Weltmusik zu passen scheinen? Nach »Mnozil Brass«, die ihren hoch professionellen Blechbläser-Sound mit einer kabarettistischen Bühnenshow gekoppelt haben und – mittlerweile schon etabliert – für eine frische Brise im Bläser-Showbiz sorgen, rollt jetzt die zweite Wiener Spezialmischung, die »Globalkryner«, die Bläserwelt von hinten auf. Mit »Sex Bomb« auf oberkrainerisch.

Das Publikum pfeift und klatscht im Trachtenheim Irschenberg (Oberbayern), wo am 2. Mai zum Frühschoppen der Karawanken-Beat der »Globalkryner« neben Weißbier und Weißwürsten serviert wird: »Dös passt doch. Do muasst doch loochn, göll?« Von den rund 200 Gästen sind gut die Hälfte Musikanten aus der näheren Umgebung – Leute vom Fach also und treue Fans von »Mnozil Brass«, die wenige Wochen später zum dritten Mal in Irschenberg spielen werden. Vertrauensvorschuss gibt es da an diesem Sonntagvormittag für den bewährten Geschmack von Veranstalter Sebastian Greiner ebenso wie für die neue Band, deren Trompeter Thomas Gantsch und Posaunist Sebastian Fuchsberger ja immerhin auch bei der Lieblingsbrassband der Irschenberger spielen.

 

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Ausgabe: 6/2004
  • Seite 24-25

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