...wenn das posthorn klingt - ein kleiner führer über ausgewählte signalhörner

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Franz X.A. Zipperer
  • Ausgabe: 3/2005
  • Seite 14-16

Das Horn diente mehrere Jahrhunderte lang als Signalinstrument in allen Lebensbereichen: Hirten riefen mit seinem Klang ihre Herden zusammen, Alpenbewohner schickten einander Botschaften von einem Gipfel zum anderen, Boten kündigten ihr Kommen an, Nachtwächter bliesen zur Sperrstunde, das Horn des Türmers kündete von Feuer oder Feinden, Jäger verständigten sich durch Hornsignale, und nicht zuletzt in Schlachten waren Hörner nicht wegzudenken. Bei Naturvölkern finden wir noch heute sehr wirksame akustische Signalsysteme als Nachrichtenverbreitungsmittel oder als Alarmzeichen, vom komplizierten Signalpfeifensystem bis hin zum einfachen Muschelhornsignal.

Zu den Urformen der Instrumente zählen sicherlich Tierhörner wie Bockshörner vom Horn der Ziege. Diese Instrumente dienten vor allem dem Ziegenhirten als einfaches Blas- und Signalinstrument, wenn er die Tiere morgens zum Weiden sammelte und abends sein Kommen den Besitzern der Tiere durch kraftvolles Tuten anzeigte. Die Hirtenhörner sind neben den Muschel- oder Schneckenhörnern die ersten Formen der Blasinstrumente. Es gibt einige Aufzeichnungen die belegen, dass auch im Alpenraum seit langer Zeit neben Ziegen- und Kuhhörnern Rinden- und Holztrompeten geblasen wurden.

 

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