Was übst du eigentlich, wenn du übst? (7): Die Tonleitern

Foto: privat

Willkommen zurück beim Thema »Tonleitern – immer wieder gern«. Seit der Januar-Ausgabe ist einige Zeit vergangen, sodass Sie mit dieser Ausgabe nun neue Übungsvorschläge bekommen.

Bewegungsabläufe trainieren

Nachdem es im Januar-Artikel um das Training der Bewegungen »einmal durch die ganze Flöte« ging, geht es heute um Bewegungen auf kleinerem (Tonleiter-)Raum. Denn jede Tonart hat ja ihre eigenen Griffverbindungen. 

Und wieder geht es dabei neben dem Training einer generellen Beweglichkeit und Unabhängigkeit der einzelnen Finger um ein »Üben auf Vorrat«. Wieder werden Bewegungsabläufe abgespeichert, die wir dann im Bedarfsfall, also wenn sie im Stück vorkommen, abrufen können.

Beim Üben dieser Griffverbindungen ist es wichtig, tatsächlich in Bewegungsabläufen zu denken – also nicht mehr in einzelnen Tönen bzw. Griffen. Ich beobachte immer wieder, dass sich Flötisten an »schwierigen Stellen« die Tonnamen über die Noten schreiben oder einzelne Töne einkringeln. Das mag vielleicht kurzfristig helfen – langfristig nützt das nichts.

Unser Gehirn kann ab einem gewissen Tempo die Einzelinformationen (also die einzelnen Griffe) nicht mehr schnell genug nacheinander abrufen. Daher müssen wir die einzelnen Griffe bewusst zu einer Bewegung zusammenfassen. 

Informationen zu »Päckchen« zusammenpacken

Sie kennen das Prinzip vielleicht aus anderen »Erinnerungs-Techniken«, zum Beispiel um sich Zahlenfolgen wie etwa eine Telefonnummer zu merken.

Versuchen Sie, sich neun einzelne Ziffern zu merken:

3 9 7 1 8 5 2 7 3

Leichter geht es, wenn Sie die einzelnen Informationen zu »Päckchen« zusammenpacken:

397 185 273

  • 29.01.2019
  • Praxis
  • Sandra Engelhardt
  • Ausgabe: 4/2018
  • Seite 10-11

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