waldram hollfelder - neue musik in breit aufführbaren bläserwerken

Die Maxime seines Komponierens hat er selbst erläutert: »Für mich sind zwei Dinge wichtig, wie auch in verschiedenen Kommentaren zu meinen Werken immer wieder bestätigt wird: der Klang und der Rhythmus.« Waldram Hollfelder, der am 23. November 80 erfolgreiche und bewegte Lebensjahre vollendete, ist kein kompositorischer Gipfelstürmer gewesen. Dafür hat der bayerische Komponist der Szene der Neuen Musik viele praktikable Lösungen in seinen breit aufführbaren Werken aufgedeckt.

Dass das so ist, hat Wurzeln und Methode. Die Wurzeln seines musikalischen Werdegangs gründen in den ersten Impulsen, die Hollfelder im Markt Erlbacher Elternhaus von seiner Mutter, einer »eifrigen Klavierspielerin«, empfangen hat und in der Prägung durch Reinhard Gagel, Stadtkantor in Neustadt an der Aisch, Musiklehrer am Gymnasium und sein erster Klavierlehrer. Ein breites Spektrum an Erfahrungen konnte der junge Musikeleve am Humanistischen Progymnasium in Neustadt bei Violinunterricht und im Schulorchester, das er ab und zu dirigieren durfte, ebenso sammeln wie bei der Ausbildung an Oboe und Schlagzeug am Nürnberger Konservatorium und bei den Aushilfen als »vierter Schlagzeuger« bei den Nürnberger Symphonikern. Vielfältige Eindrücke sowie musikalische und instrumentale Bekanntschaften und Übungen bereiteten dem werdenden Komponisten Waldram Hollfelder den Boden. Ihren ersten Konzentrationspunkt fanden sie im privaten Theorie- und Kompositionsunterricht seines Neustädter Zeichenlehrers Hans Schmid-Wasserburg, der später unter dem Namen Hans Melchior Brugk in die Monographiereihe »Komponisten in Bayern« aufgenommen wurde. Wieder später waren es dann der Leiter der Musikabteilung beim Studio Nürnberg des Bayerischen Rundfunks, Willy Spilling, und Wolfgang Fortner in Heidelberg, die seine wichtigen Mentoren wurden.

 

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Wolfgang G.P. Heinsc
  • Ausgabe: 12/2004
  • Seite 26-27

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