"Visions from the North" von Atso Almila

  • 17.05.2013
  • spielBAR
  • Joachim Buch
  • Ausgabe: 6/2013
  • Seite 62-65

»Visions from the North« ist eine viersätzige Suite mit einer Spieldauer von etwa 16 Minuten. Sie ­wurde laut Eintrag in der Partitur am 4. Juni 1997 vollendet und erschien noch im gleichen Jahr beim Finnish ­Music Information Center (online bestellbar unter www.fimic.fi). Entstanden ist das Werk im Auftrag ­eines »Nordic Summer Camp« für Bläser in der südschwedischen Stadt Kalmar. Im Gegensatz zu anderen populären, historisch gefärbten Blasorchesterwerken wie »Cry of the Celts« oder »Lord Tullamore« ­haben hier keine nordischen Sagen bei der Komposition Pate gestanden, betont der Komponist. Die Musik gründe sich nur auf Gefühlen und atmosphärischen Stimmungen.

1. In Times of War

Dieser erste Satz ist ein düsterer Kriegsmarsch, dessen erstes Trompetensignal das Startzeichen zu einem langen Kampf gibt (Notenbeispiel 1). Almila nutzt hier wie auch an weiteren Stellen des Werks Bitonalität: f-Moll und A-Dur. Hat man bei einer Freiluftaufführung einen guten Pyrotechniker zur Hand, kann dieser schon hier ­seine Kreativität beweisen. In der Partitur ist eine (optionale) Stimme »Feuerwerk« eingezeichnet, die zu Beginn »soft explo­sions, then red and blue soundless lights« vorsieht.

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