Uraufführung von Rolf Rudins "World - Why - Die II Op. 64" in den USA

Die internationale WASBE-Familie traf sich zum vierten Mal im »Land der unbegrenzten Möglichkeiten« und zum zweiten Mal im sonnigen Kalifornien. Der repräsentative Konzertsaal des California Theater in San José, in dem Apple-Gründer Steve Jobs vor 14 Jahren den ersten iPod präsentierte, erlebte 17 Konzerte in sieben Tagen, gespielt von führenden sinfonischen Blasorchestern aus den USA, Kanada, Israel, Japan und Deutschland.

Bereits im Eröffnungskonzert erklang unter dem ausdrucksvollen Dirigat von Dr. Martin H. Seggelke die erste Uraufführung. Er hatte das San Francisco Wind Ensemble (SFWE) vor drei Jahren gegründet und dazu professionelle und semiprofessionelle Musiker aus der San Francisco Bay-Area zum Mitspielen begeistern können.

Mit dem in Deutschland geborenen und an der Eastman School of Music ausgebildeten Seggelke fand sich nicht nur ein äußerst kompetenter, sondern auch emotional involvierter Dirigent: »Besonders zur WASBE-Konferenz brachten alle Musiker eine Extraportion Spielfreude und Passion mit. Ich verdanke WASBE und den vielen Begegnungen mit wunderbaren Kollegen aus der ganzen Welt meinen gesamten musikalischen Werdegang, und somit auch indirekt die Existenz des SFWE.«

Rolf Rudin, der in der Nähe von Frankfurt lebende Komponist, hatte ganz bewusst 14 Jahre auf diesen Moment gewartet, konnte aber wegen anderer Verpflichtungen leider nicht in San José dabei sein. Er sagt zu seinem im Eigenverlag edition flor herausgegebenen 20-minütigen Werk: »Mein Wunsch war, dass ich es gerne in den USA uraufgeführt haben möchte.«

  • 26.08.2015
  • Szene
  • Jürgen K. Groh
  • Ausgabe: 9/2015
  • Seite 58

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