Unverzichtbares Hilfsmittel - Finale 2011 & Handbuch »Einstieg in die Praxis«

  • 21.09.2011
  • clarino.test
  • Anneliese Schürer
  • Ausgabe: 2/2011
  • Seite 21

Kennen Sie das auch? Sobald Sie Ihren Rechner starten, ploppen mindestens 30 Fenster auf: Update von diesem Programm, neue Version von jener Anwendung. Und eigentlich funktioniert doch alles. Warum also immer die neuesten Versionen laden? Vor allem, wenn die Installation eine halbe Stunde dauert und danach auch noch ein Neustart erforderlich ist... Etwas anders stellt es sich bei der neuen Version des Marktführers auf dem Gebiet der Notensatzprogramme dar: Finale 2011.Finale 2011 ist in vielen Musikerhaushalten inzwischen ein unverzichtbares Hilfsmittel. Neue Kompositionen, Bearbeitungen, Arrangements, vierstimmige Sätze, Transpositionen, Übungsblätter für den Unterricht – nichts, was man in der Verschriftlichung von Musik braucht, was Finale nicht kann. Die Version von Finale 2011 bietet nun allen, die bereits mit Finale arbeiten, einige nicht uninteressante Erleichterungen.

Vor allem Finale-Neueinsteiger werden sich an der mitgelieferten Kurzreferenz für Windows/Macintosh freuen. Hier werden einfach die wichtigsten und grundlegenden Bedienvorgänge des Programms mit vielen Beispielbildern vorgestellt. Damit lässt sich schnell erahnen, welche Möglichkeiten man mit diesem Programm hat, wenn man es zu bedienen weiß. Sehr wertvoll für alle jene, die nicht mit einem Keyboard, sondern mit Maus und Tastatur ihre Noten eingeben, sind die angegebenen Tastaturkürzel in den einzelnen Kapiteln.Eine spannende Neuerung in Finale 2011 sind die Dokumentstile, die ein flexibles und individuelles Arbeiten zulassen. Dazu kommen neue Arbeitsblätter für den Musikunterricht (insgesamt mehr als 450, 150 davon neu), eine verbesserte Eingabe von Liedtexten, neue Instrumentensounds und neue Musikzeichensätze für Percussion, Mallets und den Zeichensatz AlphaNotes zum leichteren Erlernen des Notenlesens.

Besonders hervorzuheben in Finale 2011 sind die Dokumentvorlagen für verschiedene Besetzungsformen, darunter auch Bigband und Blasorchester. Dabei kann man zwischen verschiedenen Layouts, Stimmsystemen und Bezeichnungssprachen wählen. Hat man sich dann für eine Vorlage entschieden, lässt sich diese dann natürlich auch auf individuelle Wünsche anpassen und abspeichern

.Für alle, die sich noch tiefer in die »Finale-Materie« einarbeiten wollen oder die neben dem programmeigenen Benutzerhandbuch noch eine Hilfestellung benötigen, empfiehlt sich das Buch »finale 2011 – Einstieg in die Praxis« von Stefan Schwalgin. Schwalgin, Finale-Experte, Komponist, Arrangeur, Dirigent und Musiker, hat hier ein sehr hilfreiches Werk geschaffen, das viele Themengebiete verständlich erläutert. Vor allem durch den Index kann man bei akuten Problemen schnell Hilfe und Erklärung finden, ohne in Internetforen stöbern oder das programmeigene Fachvokabular kennen zu müssen. In der neuen, erweiterten Auflage liegt auch eine CD-ROM bei, die alle Neuerungen von Finale 2011 enthält.

Die Bedienoberfläche des Programms ist die geblieben, die Finale-User von der Version 2010 kennen. Hier muss sich keiner umstellen. Und doch bietet ein Update viel Neues und Hilfreiches, was das spart, was für die meisten Musiker heutzutage das Wertvollste ist: Zeit und Nerven!

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