...und es gibt sie doch - die kompositionen deutscher tonsetzer (1)

  • 21.09.2011
  • Sonstige
  • Jochen Wehner
  • Ausgabe: 7-8/2006
  • Seite 12-15

Im Januar erhielt Jochen Wehner den Auftrag, vor einem Fachgremium Werke vorzustellen, die – wann auch immer – von Komponisten des deutschen Kulturerbes und der Jetztzeit entstanden sind. Bei der Auswahl dieses Repertoires standen ihm die erfahrenen Dirigenten Alfred Groß, Heinrich Braun und Johannes Brenke zur Seite. Sicher gibt es eine Anzahl von Kompositionen, die nicht ohne weiteres bei den bekannten Verlagshäusern – möglichst noch mit beiliegender CD – zu erwerben sind; der interessierte Dirigent jedoch, der seine Programme über das Standardangebot bereichern möchte, findet auf jeden Fall lohnenswerte Beispiele in der vorhandenen Bläser-Literatur. Die etwa 70 besprochenen Partituren, partiell auch mit Tonbeispielen belebt, sind hier in diesem Umfang nicht wiederzugeben. Für clarino.print stellt Jochen Wehner eine Auswahl vor.

In der Mitte des 18. Jahrhunderts entwickelten sich relativ rasch die so genannten groß besetzten Concerti grossi bzw. Orchester-Suiten. Natürlich ist bekannt, dass außer den 3 concerti a due cori (eigentlich a tre cori, die Angabe a due cori bezieht sich auf die Bläserchöre) auch die »Wassermusik« und die »Feuerwerksmusik« von Georg Friedrich Händel zu diesen Werken gehören, und jedes Blasorchester, das etwas auf sich hält, spielt die »Feuerwerksmusik« im Wissen darum, dass sie in der ersten Fassung am 27. April 1749 mit etwa 100 Musikern anlässlich der Feierlichkeiten zum Frieden von Aachen im Londoner Greenpark nur mit Bläsern und Pauken uraufgeführt wurde.

 

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