Überzeugend auftreten - Volker Dubowys Seminar »Atem, Stimme, Haltung«

  • 21.09.2011
  • Praxis
  • Maria Thalmayr
  • Ausgabe: 5/2011
  • Seite 16-17

Volker Dubowy, Trompeter, Sänger und Leiter des Kurses »Atem, Stimme, Haltung«, hat zu diesem Zweck Übungen entwickelt, die Yogafiguren wie zum Beispiel den Sonnengruß mit dem Singen unterschiedlicher Laute – Vokale und Zischkonsonanten wie »Sch«, »S« oder »Z« – kombinieren. Den Fokus lenkt er dabei ganz gezielt auf die Ausatmung. »Indem man die Töne von einem entspannten Nullpunkt aus erzeugt, ohne vorher gezielt Luft zu holen (wir sind bereits beatmet!), wird das Restluftvolumen im hinteren unteren Rückenbereich entwickelt und die Tiefenmuskulatur kommt wieder zum Vorschein«, so der ambitionierte Tonkünstler. Wer konsequent übt und täglich ungefähr zehn Minuten für dieses spezielle Training investiert, dem stellt Dubowy binnen eines halben Jahres einen straffen Muskelring um den Unterkörper in Aussicht, der Töne so sicher und selbstverständlich stützt und trägt, dass man beim Singen, Sprechen oder Spielen eines Instruments keine anderen zusätzlichen Muskeln mehr mit anspannen muss, die den Ton letztendlich nur daran hindern, sich voll und ganz zu entfalten.

Erstes und wichtigstes Lernziel des Kurses ist also: Tiefenmuskulatur aufbauen und Fremdmuskulatur, die mit der Tonerzeugung eigentlich nichts zu tun hat, aber meist reichlich zum Einsatz kommt, lockerlassen oder vielmehr erst lockermachen. Dass das weit schwerer fällt als es auf den ersten Blick scheint, wird schon deutlich, wenn man nur mal versucht, beim Singen von einfachen Lauten den Unterkiefer ganz locker hängen zu lassen.

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