"Tuba auf Reisen" - Konzert No 2 für Tuba von Jörg Duda

Ein einziges Tuba-Konzert im Schaffen eines Komponisten ist schon eine Seltenheit – zwei Tuba-Konzerte findet man so gut wie nie. Doch Jörg Duda hat dies mit seinem »Konzert No 2 für Tuba Op. 67 No 2« nun vollbracht. Beide Werke sind Auftragskompositionen des deutschen Tubisten Andreas Hofmeir: Konzert Nr. 1 in Begleitung eines Kammerorchesters, Nr. 2 als Solist mit Blasorchester.

Eigentlich hätte dieses Tuba-Konzert einfach eine Bearbeitung des »Konzert Nr. 1 Op. 67 Nr. 1« für Tuba und sinfonisches Blasorchester werden sollen. So lautete der Wunsch, mit dem Andreas Hofmeir zum Komponisten Jörg Duda kam, nachdem er bereits das erste Konzert für Tuba und Orchester bei Duda in Auftrag gegeben hatte. »Da dies aber strukturell nicht möglich war, war ich gezwungen, ein zweites eben für Tuba und Blasorchester zu schreiben«, erläutert der Komponist im Vorwort der Partitur. Die Schwierigkeit sei vor allem gewesen, ein ähn­liches, aber dennoch gegensätzliches Stück zum ersten Konzert zu komponieren.

Den ersten Satz »Rhapsodie« bezeichnet Duda selbst als »Tuba auf Reisen«. Er ist ein großer Komplex, der aus zwei gegensätzlichen Hauptthemen besteht. Die Tuba präsentiert den ersten Teil des ersten Themas ab Buchstabe »A« (Notenbeispiel 1).   

Bereits dieser erste Einstieg zeigt schon die Finessen der Tubastimme auf: Ein schnelles Tempo, zahlreiche verschiedene Artikulationsarten in kurzer Zeit sowie große Tonumfänge und unterschiedliche Charaktere, die es zu bewältigen gilt. 

Infos: www.editiontilli.fi

  • 23.08.2012
  • spielBAR
  • Katja Brunk
  • Ausgabe: 9/2012
  • Seite 68-69

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