transparenter raumklang - voraussetzung für effiziente probenarbeit

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Max Bader
  • Ausgabe: 10/2006
  • Seite 52-53

clarino.print beschäftigte sich in zwei Artikeln bereits mit der Akustik von Probenräumen. Im dritten Teil soll schrittweise dargelegt werden, wie bei der Akustikraum-Planung optimalerweise vorgegangen wird.

Beim Bau eines neuen Musik- oder Chorprobenraumes bzw. eines Konzertraumes und bei einer nachträglichen Adaptierung stehen die Interessenten oft vor schwierigen Aufgaben.

1. Schritt – Die Bestands- aufnahme der Raumdaten Bei bereits vorhandenen Räumen muss auf die bestehenden Gegebenheiten Rücksicht genommen werden. Neben den Raumabmessungen sind auch sämtliche im Raum verwendeten Materialien zu eruieren. Dies bildet die Grundlage für eine rechnerische Analyse der Nachhallzeit im Raum. Selbst bei einer Nachhallzeitmessung sind die Informationen über die Beschaffenheit der einzelnen Raumkomponenten wichtig. Anhand dieser Materialdefinitionen kann später das akustische Verhalten nach Installation von Akustikmaßnahmen simuliert werden. Zweifellos das beste akustische Ergebnis erhält man, wenn man auf ein ausreichendes Raumvolumen zurückgreifen kann. Bei größeren Orchestern erweist sich ein Raumausmaß von ca. 2 bis 2,5 Quadratmeter pro Musiker mit einer Höhe von mindestens 3,5 Meter als vorteilhaft.

 

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