Trainingslager "Wie Bläser üben" (7) - Den Ton entwickeln

  • 21.06.2012
  • Praxis
  • Hans-Jürgen Schaal
  • Ausgabe: 7-8/2012
  • Seite 16

Der Münchner Jazz-Saxofonist Michael Hornstein hat in seiner Karriere schon ­verschiedene Phasen durchlaufen. Da war die frühe Begeisterung für Charlie Parker, die ihn als 14-Jährigen zum Altsaxofon brachte, dann der jahrelange Job als Tenorsaxofonist einer Rhythm & Blues-Band, danach auch eine Ornette-Coleman-Phase. Seit einigen Jahren arbeitet Hornstein vorwiegend im Lounge- und Smooth-Jazz-Bereich. Er gibt zu: »Ich übe heute weniger, weil ich inzwischen doch mehr Konzeptionist bin als Instrumentalist.« Doch ganz ohne Übungspraxis am Saxofon geht es nicht: »Wenn man ein halbes Jahr nicht spielt, braucht man ein bis zwei Wochen, um wieder reinzukommen. Es ist daher besser, den Ansatz durchgehend zu halten. Je weniger man eingespielt ist, desto mehr Pausen muss man beim Üben machen. Wenn man erst wieder anfängt, sich einzuspielen, dann fängt man mit fünf oder zehn Minuten an, danach macht man fünf oder zehn Minuten Pause. Wenn man gut eingespielt ist, kann man natürlich eine Stunde am Stück üben.«

« zurück