Trainingslager "Wie Bläser üben" (33) - In der Ruhe liegt die Kraft

  • 24.11.2014
  • Praxis
  • Hans-Jürgen Schaal
  • Ausgabe: 12/2014
  • Seite 15

Erfolgreiches Üben verlangt Konzentration und Anstrengung: ein klares Bewusstsein, eine starke Disziplin, eine deutliche Zielsetzung, eine nüchterne Erfolgskontrolle. Weil Üben aber auch noch Freude machen soll, brauchen wir einen geistigen und körperlichen Ausgleich dazu – eine Rundum-Entspannung. Die Ruhe, aus der unsere Kraft kommen kann. Viele Musiker, die täglich üben, halten die Relax- und Pausenzeiten für ebenso wichtig wie das Üben selbst. Eine bewährte Praxis, um vor oder nach dem Üben (oder auch mal mittendrin) »abzuschalten« und »herunterzukommen«, ist die Meditation. In manchen religiösen Gemeinschaften spielt Meditation bekanntlich eine wichtige Rolle, weil sie den Geist für transzendentale Empfindungen öffnet. Aber an sich hat Meditation nichts mit Glauben oder Esoterik zu tun. Sie ist schlicht eine Technik, um Tiefenentspannung herzustellen. Wer meditiert, aktiviert andere Gehirnregionen und verändert die Frequenz seiner Gehirnwellen – ähnlich wie beim Musikhören. Meditation baut daher Stress und Spannung ab, senkt den Blutdruck und erfrischt Körper und Geist. Meditieren heißt: neu in den Tag starten.

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