Trainingslager "Wie Bläser üben" (31) - Die disziplinierte Posaune

  • 24.09.2014
  • Praxis
  • Hans-Jürgen Schaal
  • Ausgabe: 10/2014
  • Seite 17

Letztlich muss jeder seinen eigenen Weg finden – das gilt auch fürs Posaune-Üben. »Hüte dich vor dem Lehrer, der sagt, es gäbe nur ›eine Art‹ zu üben«, meint der Posaunenprofessor Douglas Yeo, der 27 Jahre lang im Boston Symphony Orchestra tätig war. »Weil Menschen verschieden sind, übt jeder anders. Einige ziehen es vor, gleich nach dem Aufstehen am Morgen mit dem Spielen zu beginnen; andere bevorzugen das Üben am Nachmittag. Wichtig ist für dich nur, dass du ein Programm entwickelst, das dir erlaubt, dich aufzuwärmen, die Fähigkeiten zu erhalten, die du schon hast, und neue Fähigkeiten zu verbessern und zu entwickeln.« Der erfahrene Bigband-Posaunist Sam Burtis bestätigt diese Ansicht: »Ich habe einen bestimmten Körperbau, spiele in bestimmten Genres, benutze ein bestimmtes Equipment. Sofern du nicht mein identischer Zwilling bist, wird ›meine‹ Art, etwas zu tun, nicht notwendig auch ›deine‹ Art sein. Finde deinen eigenen Weg!«

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