Trainingslager "Wie Bläser üben" (3) - Das innere Ohr

  • 14.02.2012
  • Praxis
  • Hans-Jürgen Schaal
  • Ausgabe: 3/2012
  • Seite 20

Das Saxofon sei eine »Erweiterung der menschlichen Sprache«, behauptet der Saxo­fonist David Liebman. »Das Spielen sollte sich genauso natürlich anfühlen wie das Sprechen.« Dafür, so meint der heute 65-jährige Amerikaner, muss man allerdings jede unnötige Körperspannung beim Saxofonblasen vermeiden, den Druck beider Zahnreihen so niedrig wie möglich halten, den Kopf nicht nach vorne senken, den Kehlkopf entspannt lassen, keine starken Kopfbewegungen machen. »Das Spielen muss sich gut anfühlen«, das heißt: natürlich und unangestrengt. Die nötigen Grundtechniken dafür müssen jedoch bewusst geübt werden – so lange, bis sie unbewusst und automatisiert ablaufen. Das kann ein langer, ein jahrelanger Weg sein, der Geduld, Disziplin und Frustrations­toleranz erfordert. Doch Aufgeben gilt nicht: »Vertraue darauf, dass im Lauf der Zeit die kleinen Anpassungen ihren Weg in die echte Spielsituation finden werden!«

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