Trainingslager "Wie Bläser üben" (27) - Mit Jetlag unterwegs

  • 14.04.2014
  • Praxis
  • Hans-Jürgen Schaal
  • Ausgabe: 5/2014
  • Seite 19

Sie sei eine der rührigsten Musikerinnen der Szene, heißt es über Angelika Niescier. So rührig, dass man gar nicht weiß, wo die Aufzählung ihrer Aktivitäten anfangen und wo sie enden soll. Die Saxofonistin aus Köln arbeitet mit der New Yorker Jazz-Avantgarde, reist fürs Goethe-Institut nach Zen­tral­asien oder Mittelamerika, komponiert für Theater, Tanz, Chor, Orchester und Film, leitet diverse große und kleine Ensembles, war Artist in Residence in der Freejazz-Hochburg Moers oder kuratiert das winterjazz-Festival in Köln. Ihr jüngstes Album »Quite Simply« wurde vom Magazin »Jazz thing« zur besten CD des Jahres 2011 gewählt. Einen ECHO Jazz und den Vierteljahrespreis der deutschen Schallplatten­kritik hatte sie früher schon bekommen. Denn ihr Altsaxofon bläst Angelika Niescier schon immer auf eine sehr mutige, abenteuerfreudige, visionäre Weise. Die Fachpresse schrieb einmal, in ihrem Spiel mische sich »die brachiale Ausdruckskraft des späten Coltrane mit der intellektuellen Kontrolle von, sagen wir, Steve Coleman«.

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