Trainingslager "Wie Bläser üben" (18) - Die bewusste Bewegung

  • 21.06.2013
  • Praxis
  • Hans-Jürgen Schaal
  • Ausgabe: 7-8/2013
  • Seite 17

Musizieren ist eine Art Leistungssport. Das tägliche Spiel auf dem Instrument verlangt nicht nur eine gute Allgemeinkondition, sondern strapaziert ständig bestimmte Körperteile und ihr Zusammenwirken. Laut einer Studie von 2002 leiden fast 90 Prozent aller professionellen Musiker an einer Überlastung des Bewegungsapparats. Spielschäden wie Nackenverspannungen, Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden oder Sehnenscheidenentzündungen sind leider alltäglich und bremsen immer wieder unseren Fortschritt beim Üben. Der psychische Druck durch Leistungsvorgaben, Termine und Konkurrenz verstärkt oft noch schmerzende Spannungen und Blockaden im Bewegungsablauf. Auch Hammerwerfer oder Hochspringer wissen, dass es manchmal nicht mehr genügt, immer nur denselben technischen Ablauf zu wiederholen. Dann sind vielmehr kleine Änderungen ­nötig, auch Entspannungs- und Wahrnehmungsübungen, um die Koordination der Bewegungen so zu verbessern, dass der Kraftaufwand nicht unnötige Verkrampfungen schafft. Mit einer optimalen Koordination werden die Übungsziele schneller, leichter und vor allem schmerzfrei erreicht. Einen möglichen Weg dahin bietet die Feldenkrais-Methode.

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