Trainingslager "Wie Bläser üben" (15) - Immer locker bleiben

Das Berliner Jazzfest präsentierte ihn im Herbst 2012 gleich mit vier seiner aktuellen Bands – vom Duo bis zum Septett. Beim Posaunisten Nils Wogram lohnt sich eine solche Werkschau, denn der 40-Jährige ist nicht nur maßlos kreativ, sondern auch als Instrumentalist eine Klasse für sich. Lange hat man ihn als den »Nachfolger« von ­Albert Mangelsdorff gefeiert, aber auch solche Vergleiche sind nicht mehr nötig. »Einen der technisch fortgeschrittensten Posaunisten jeglichen Genres«, so nennt ihn die amerikanische Musikseite »all about music« und beschreibt Wograms Fähigkeiten am Instrument als »übermenschlich«.

Ob Klassik, Neue Musik, freie Improvisa­tion, dicht komponierter oder frischweg groovender Jazz: Bei Nils Wogram klingt Posaunespielen kinderleicht. »Mein Ziel war immer, den warmen Klang und den stimmlichen Ausdruck [der Posaune] mit hochentwickelten Linien zu verbinden, wie sie Saxofonisten oder Pianisten spielen«, sagt Wogram. »Dafür braucht man eine sehr gute Technik.«

  • 20.03.2013
  • Praxis
  • Hans-Jürgen Schaal
  • Ausgabe: 4/2013
  • Seite 19

« zurück