Trainingslager "Wie Bläser üben" (14) - Kreativ in Berlin

Wer in Berlin lebt, muss manchmal weite Wege durch die Stadt auf sich nehmen. 25 Minuten braucht die S-Bahn, um Silke Eberhard von zu Hause zu ihrem Übungsraum zu bringen. In der eigenen Wohnung nämlich findet sie nicht die nötige Ruhe fürs Üben: »Ich brauche eine Umgebung, in der ich ungestört bin – wo man mich nicht hört und sieht und ich hoffentlich auch niemanden höre und sehe. Zu Hause geht das gar nicht. Da klingelt das Telefon und die Wäsche will gewaschen werden.« Wenn ­Silke Eberhard in ihrem Übungsraum ankommt, ist es gewöhnlich früher Nach­mittag, 13 oder 14 Uhr. Wenn sie wieder geht, ist es früher Abend. »Ich bleibe so lange wie möglich, sonst hat sich die Anfahrt ja nicht gelohnt«, sagt sie. »Nur wenn man mit seinem Instrument viel Zeit verbringt, kann man damit verwachsen.«

  • 19.02.2013
  • Praxis
  • Hans-Jürgen Schaal
  • Ausgabe: 3/2013
  • Seite 17

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