Ton an Ton - "Schwierige schnelle Läufe" von Matthias Anton

Seit einiger Zeit widmet sich Mat­thias Anton den Fragen und ­An­liegen der Holzbläserfraktion. Dabei steht der Trossinger Honorar­professor vor allem den Saxofonisten mit Rat und Tat zur Seite, schenkt aber auch Klarinettisten ein offenes Ohr. ­Anton freut sich über Ihre Fragen – die selbstverständlich ­anonym behandelt werden.

In dieser Ausgabe möchte ich mich mal wieder einer Frage eines Clarino-Lesers widmen.

Sehr geehrter Herr Anton, mit großem Interesse lese ich Ihre Artikel in der Zeitschrift Clarino. In der aktuellen Aus­gabe (Juni 2014) finde ich mich wieder. Ich bin 58 Jahre und spiele Trompete. Mit den (schnellen) Läufen habe ich schon meine Probleme. Zwar nehme ich sie – wie Sie geschrieben haben – ausein­ander, doch ab einem gewissen Tempo klappt es dann wieder nicht. Das Ganze ist tagesformabhängig. Sie schreiben, dass Sie Teilnehmern »...zwei grundsätzliche technische Übungen, die zunächst zumindest auf den ersten Blick nichts mit den Läufen zu tun hatten« zeigten. Würden Sie mir diese Übungen mitteilen? Können Sie mir weitere Tipps geben, schnelle und komplizierte Läufe zu spielen? Ich weiß, es ist zum Teil ein mühe­volles Üben, aber jeder Tipp kann hilfreich sein. 

Die erste Übung, die ich damals mit den Teilnehmern gemacht habe, bestand da­raus, die Läufe als solches gar nicht mehr zu üben, sondern nur noch die Tonfolgen. Das heißt, die rhythmische Komponente wurde zunächst einmal komplett vernachlässigt. Wir spielten die einzelnen Töne wirklich sehr, sehr langsam immer wieder nacheinander durch.

  • 20.08.2014
  • Praxis
  • Matthias Anton
  • Ausgabe: 9/2014
  • Seite 16

« zurück