Ton an Ton - Schallschutzfragen von Matthias Anton

Seit einiger Zeit widmet sich Mat­thias Anton den Fragen und ­An­liegen der Holzbläserfraktion. Dabei steht der Trossinger Honorar­professor vor allem den Saxofonisten mit Rat und Tat zur Seite, schenkt aber auch Klarinettisten ein offenes Ohr. ­Anton freut sich über Ihre Fragen – die selbstverständlich ­anonym behandelt werden.

In dieser Ausgabe möchte ich mich passend zum Schwerpunktthema wieder einer ­Frage eines Clarino-Lesers widmen.

Sehr geehrter Herr Prof. Anton,

seit einiger Zeit habe ich ein recht großes Problem. Wir sind umgezogen! Die Wohnung ist zwar größer und schöner als die vorherige, allerdings habe ich leider feststellen müssen, dass ich nur zu bestimmten Zeiten üben kann – zu denen ich meistens noch bei der Arbeit bin. Ich weiß, Sie denken nun wahrscheinlich: »Das hätte er sich ja auch früher über­legen können!« – vielleicht können Sie mir trotzdem weiterhelfen. Ich habe mich schon über so allerlei schallschutztechnische Maßnahmen erkundigt, bin aber noch nicht wirklich weitergekommen. Soll ich einfach total leise üben oder vielleicht etwas in den Schallbecher machen? Ein Tuch vielleicht? Oder gibt es für das Saxofon auch Dämpfer?

Sie sind mit ihrem Problem ganz sicher nicht allein. Ich selbst hatte das gleiche Problem während meines Studiums – wie fast alle meine Mitstudierenden übrigens auch. Die Übesituation in den meisten Mietwohnungen ist für uns Bläser ein großes Problem. Als Student einer Hochschule können Sie ja wenigstens bis zu zwei Stunden am Tag in einem Überaum üben. Allerdings entstehen die wirklichen Probleme dann, wenn man keinen Zugang zu den Überäumen einer Hochschule mehr hat.

  • 24.11.2014
  • Praxis
  • Matthias Anton
  • Ausgabe: 12/2014
  • Seite 19

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