Ton an Ton - Nach der Sommerpause von Matthias Anton

  • 24.09.2014
  • Praxis
  • Matthias Anton
  • Ausgabe: 10/2014
  • Seite 25

Seit einiger Zeit widmet sich Mat­thias Anton den Fragen und ­An­liegen der Holzbläserfraktion. Dabei steht der Trossinger Honorar­professor vor allem den Saxofonisten mit Rat und Tat zur Seite, schenkt aber auch Klarinettisten ein offenes Ohr. ­Anton freut sich über Ihre Fragen – die selbstverständlich ­anonym behandelt werden.

In dieser Ausgabe möchte ich mich mal wieder einer Frage eines Clarino-Lesers widmen.

Sehr geehrter Herr Professor Anton, ich lese seit einiger Zeit Ihre Kolumne und möchte Ihnen nun auch ein Frage stellen. Ich bin 46 Jahre alt und spiele seit ca. 30 Jahren in einem sinfonischen Blas­orchester Saxofon. Wie in wahrscheinlich nahezu jedem Verein machen auch wir eine längere Sommerpause, in der wir keine Probe haben. Da ich seit vielen ­Jahren keinen Unterricht mehr habe – wie übrigens fast alle meiner, sagen wir einmal älteren Mitspielerinnen und Mitspieler – übe ich in dieser Zeit nur sehr unregelmäßig, manchmal auch gar nicht. Die ersten Minuten bzw. Stunden, wenn ich wieder anfange, fallen mir dann meistens sehr schwer. Können Sie mir ein paar Tipps geben, wie ich vielleicht ein wenig schneller wieder ins Spielen rein komme? Über eine Antwort würde ich mich ­freuen. Herzlichen Dank.

Was Sie schildern, ist – denke ich – ein weit verbreitetes Problem! Viele Spielerinnen und Spieler haben ab einem gewissen Alter oft keinen Unterricht mehr und gehen zum Üben und zum Spielen in die Probe. Was zu 90 Prozent auch überhaupt kein Problem darstellt. Wie aber bereits in einer meiner Kolumnen beschrieben, steigen die Ansprüche der Dirigenten und Orchester zunehmend, sodass oft Literatur gespielt wird, die, ohne sie außerhalb der Probe zu üben, nicht mehr spielbar ist. Regel­mäßi­ges Üben ist wirklich wichtig! Die Häufigkeit und die Dauer sind natürlich indivi­duell sehr unterschiedlich.

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