till brönner und nils landgren - "als sideman wäre ich wahrscheinlich viel fetter"

  • 21.09.2011
  • Jazz
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 2/2003
  • Seite 24-26

Als Rock-Gitarrist hat man es ja eigentlich viel leichter, ein Star zu werden - Carlos Santana, Richie Blackmore, Gary Moore sprechen für sich. Doch auch die Bläserszene wird kräftig aufgemischt. Zwei aktuelle Topstars sind der deutsche Trompeter Till Brönner und der schwedische Posaunist Nils Landgren. Klaus Härtel traf die Musiker gut gelaunt nach einem gelungenen Konzert an einer Münchner Hotelbar.

Man könnte fast meinen, Till Brönner und Nils Landgren verbinde so etwas wie eine Seelenverwandtschaft. Die Solisten sind sich in der Tat sehr ähnlich. Schon beim Gespräch braucht der eine dem anderen nicht groß etwas zu erklären - jeder weiß sofort, wie der Gegenüber seine Bemerkung gemeint hat. Und das liegt nicht nur daran, dass keine Sprachbarrieren bestehen - Nils Landgren spricht perfekt deutsch. Geradezu euphorisch schwärmen sie einander vom gelungenen Auftritt vor. Im Rahmen einer Deutschlandtour treten Brönner und Landgren auf derselben Bühne auf. Allerdings nicht gleichzeitig, denn Till Brönner ist nicht mit seiner Band unterwegs. Der Deutsche ist kurzfristig für den US-Amerikaner Terence Blanchard eingesprungen, der wegen eines Blinddarmdurchbruchs absagen musste. Dessen Band spielt trotzdem und verpflichtete mit Brönner alles andere als einen Notnagel.

 

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