Thomas Clamor und der Sauerland-Herbst

Thomas Clamor (Foto: Christian Kern)

Die Begeisterung, mit der Thomas Clamor vom Sauerland-Herbst spricht, wirkt ansteckend. Die Ideen, die der künstlerische Leiter des Internationalen Brassfestivals hat, reichen locker für die nächsten fünf – ach was: zehn! – Festivals! Auch das kommende Festival, das im gesamten Hochsauerlandkreis über die zahlreichen Bühnen geht, hat es in sich. Denn ein Jubiläum will gefeiert werden! Insgesamt 20 Konzerte wird es beim 20. Sauerland-Herbst zwischen dem 3. Oktober und dem 3. November geben.

Thomas Clamor ist 2019 zum zweiten Mal künstlerischer Leiter des Sauerland-Herbstes. 2018 hat er das mit dem Gründer Georg Scheuerlein gemeinsam gemacht. Nun muss er ganz allein ran. Im Gespräch hat man bisweilen den Eindruck, der 56-Jährige würde seinen Vorgänger gerne mal fragen, was der von seinen Ideen hält. Doch leider geht das nicht mehr, denn Georg Scheuerlein ist im vergangenen Oktober – während des Festivals – verstorben.

Clamors Stimme wird fast brüchig, als er davon spricht. »Georg Scheuerlein war ein toller Mensch, ein großer Organisator, ein Visionär. Das sind große Fußstapfen, in die ich da hineintreten durfte.«

Diese Visionskraft Scheuerleins sei es gewesen, die viele Menschen von dieser Idee begeistern konnte. Das Festival erfreut sich großer Beliebtheit. »Ein solches kulturelles Highlight auf dem Land zu etablieren – hier finden wir nun einmal keine Millionen städte – ist wirklich sensationell.« Und entschlossen fügt Thomas Clamor an: »Mein Ziel ist es, dieses Erbe weiterzuführen!«

  • 25.06.2019
  • Szene
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 6/2019
  • Seite 36-37

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