taubertäler bläsertage - durch klippen und strudel der arbeitsprogramme geführt

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Wolfgang G. P. Heins
  • Ausgabe: 7-8/2005
  • Seite 30-31

Der konzertanten und sinfonischen Blasmusik, bei aller Fülle der in Deutschland vorhandenen Blasmusikkapellen, -vereine usw., insgesamt und immer noch Stiefkind – »terra incognita« –, einen tragenden und fruchtbaren Boden zu schaffen, ist das erklärte Ziel einer engagierten privaten Unternehmung, die jetzt ihr zehnjähriges Jubiläum feiern konnte: Taubertäler Bläsertage. 1995 gründete der gebürtige Belgier Luk Murphy, Musik-Verleger (»Carpe Diem«), Saxofonist und Tubist, vor dem Hintergrund der ganz anderen blasmusikalischen Erfahrungen aus seiner Heimat den Verein »Initiative Taubertäler Bläsertage« und schuf damit für den Main/Tauberkreis, dann sich seitens der Teilnehmer schnell auf Baden-Württemberg und nach ganz Deutschland hin ausdehnend, ein wichtiges Zentrum, um für die große sinfonische und die seriöse konzertante Blasmusik Aufmerksamkeit und Interesse zu gewinnen und neue Impulse und Anregungen in die tägliche Szene der Praktiker vor Ort zu tragen.

Seit zehn Jahren versammeln sich nun also im Bildungshaus St. Michael in Tauberbischofsheim interessierte Amateurmusiker jeden Alters (vom 14-jährigen Jugendlichen bis zum Pensionär) zu anstrengendem Tun mit und für die sinfonische Blasmusik und leisten hier in über acht Stunden täglicher Probenarbeit ein gewaltiges Maß an hohem physischem Einsatz und Konzentration. Denn es war ein großes Arbeitspensum, das da in den vier Tagen des Workshops jeweils zur Erarbeitung anstand. Insgesamt elf Werke waren es in diesem Jahr.

 

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