»Summer Dances« von Adam Gorb: Pflichtstück 2. Division Harmonie beim WMC

  • 18.01.2017
  • Praxis
  • Joachim Buch
  • Ausgabe: 2/2017
  • Seite 14-15

Mit zehn Jahren fangen andere oft erst an, ein Instrument zu erlernen. Der 1958 geborene Adam Gorb hat sich in diesem Alter bereits seine ersten kompositorischen Sporen verdient. Allerdings gibt er zu: »Für viele der damals geschriebenen Klavierwerke würde ich mich heute wahrscheinlich schämen.«

Der Komponist Adam Gorb

Mit 18 Jahren war der sympathische Brite nicht nur vom Alter her volljährig, sondern nach seiner eigenen Einschätzung auch als Komponist. Die damals entstandene »Passacaglia« für Klavier und Bläserquintett sei die erste Komposition, hinter der er voll und ganz stehen könne.

Ermuntert wurde er zum Schreiben für größere Bläserbesetzungen durch seinen Kompositionslehrer Paul Patterson. Dort sei die Chance einer zweiten Aufführung größer als in der klassischen Szene und demzufolge auch die Wahrscheinlichkeit, weitere Kompositionsaufträge zu erhalten.

So entstand 1993 »Metropolis«, dessen erste fünf Minuten Gorbs Meinung nach immer noch zur »technisch schwierigsten Musik gehören, die ich je geschrieben habe«. Zwei Preise für das Werk eines »Neulings« in der Szene waren jedenfalls ein ermutigender Start.

Das Werk »Summer Dances«

Inzwischen gehört Gorb zu den wichtigsten britischen Komponisten seiner Generation, nicht zuletzt wegen seiner Werke für Blasorchester bzw. Wind Ensemble. Mit der Nominierung seiner »Summer Dances« als Pflichtstück der 2. Division Harmonie für den kommenden WMC Kerkrade hat er eine weitere Sprosse auf dieser Erfolgsleiter genommen.

Die »Summer Dances« entstanden 2012 im Auftrag des belgischen Verlages HAFABRA Music und der niederländischen kulturellen Vereinigung Musidesk Rijnbrink. Gorb bezeichnet das Werk als eine Suite aus drei kurzen Sätzen, in denen die Freude am Sommer auf verschiedene Arten ausgedrückt werden soll.

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