»subTerra« von Daniel Weinberger - Glück im Unglück

  • 19.12.2011
  • spielBAR
  • Ausgabe: 1/2012
  • Seite 66-67

Bilder vom Bergunglück in Chile im Jahr 2010 haben sich bei vielen Menschen in den Kopf gebrannt. Die Kumpel hatten Glück im Unglück und konnten alle lebend gerettet werden. Daniel Weinberger hat sich des Themas Bergunglück angenommen und seine Komposition »subterra« war das Siegerstück beim Österreichischen Kompositionswettbewerb »Symphonic wind composers Project 09/10«.

Daniel Weinberger erzählt in fünf Sätzen die Geschichte eines Bergarbeiters, der den Einsturz eines Stollens überlebt. Die fünf Teile sind in den Stimmen nicht als einzelne Sätze erkennbar, sondern bilden ein großes Ganzes. Der Komponist beginnt sein Werk mit der Darstellung eines Albtraums, der den Bergarbeiter als böse Vorahnung quält. Verschiedene Instrumente erzeugen im Zusammenspiel mysteriöse Klänge, die durch kurze Läufe in solistischen Einw ürfen noch verstärkt werden. Hier ist vor allem die Dynamik zu beachten. Sie pendelt zwar nur zwischen Piano und Mezzopiano, muss aber vor allem bei den Sechzehntel-Einwürfen eingehalten werden.

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