Stefan Schultze - Über die Faszination Bigband

Der Musiker und Komponist Stefan Schultze ist 31 Jahre jung. Und er hat schon mehr Auszeichnungen bekommen, als so manch anderer in diesem Metier in seinem ganzen Leben bekommen wird. Zuletzt gewann der zwischen Berlin und Köln pendelnde Künstler den WDR-Jazzpreis für seine Kompositionen auf dem Album »Run«.»Mein großes Ziel war immer, bis 30 eine Bigband-CD zu produzieren, was ich ja zumindest mit der Promo-Release noch geschafft habe«, erzählt Stefan Schultze. »Gerade bin ich 31 geworden.« Auf der Homepage des Künstlers sind über ein Dutzend Jazz-Auszeichnungen und Preise aufgelistet, die er im Laufe seiner noch jungen Karriere eingeheimst hat. Ein Streber allerdings, wehrt Schultze ab, »will ich nicht sein«. Zielstrebig sei er schon, »das ist aber reine Selbstmotivation«, erklärt er. Für die Preise schämt er sich jedenfalls nicht. »In einer Welt des modernen Jazz, in der man nicht so stark bezahlt wird, sind Preise sehr wichtig.« Er überlegt kurz und kommt zu dem Schluss, dass es irgendwie blöd klinge, »den Geldfaktor als erstes zu nennen«. Allerdings ist es nun mal so, dass die finanziellen Anreize nicht zu verachten sind. Der WDR-Jazzpreis schlägt da mit 10 000 Euro zu Buche. (Der von WDR 3 getragene WDR-Jazzpreis ist übrigens mit 30 000 Euro Preisgeld die höchst dotierte Auszeichnung für improvisierte Musik in Deutschland.) Stefan Schultze macht aber schnell deutlich, dass es ihm nicht primär ums Geld an sich geht. »Wichtig ist dieses Geld vor allem für die Finanzierung anderer Projekte.«

Infos: www.stefanschultze.com

 

  • 21.09.2011
  • Aktuell
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 3/2011

« zurück