stadtkapelle goes ska - mutiges leutkircher spezialprojekt in sachen crossover

  • 21.09.2011
  • Sinfonisch
  • Uschi Mohr
  • Ausgabe: 7-8/2004
  • Seite 36-39

Sieben Stunden ist sie unterwegs gewesen, und die acht Stunden dazugerechnet, die Entdeckung und Reparatur der kaputten Zündkerze ihres Autos bedurften, hat Monika Schönfelder praktisch eine lange Abenteuerreise hinter sich gebracht, um von Berlin ins schwäbische Leutkirch zu gelangen. Jetzt aber ist sie da, hat mit dem Dirigenten der Stadtkapelle, Anton Mang, Tee getrunken, Partituren diskutiert und den persönlichen Draht entwickelt, der nötig ist, um in kürzester Zeit möglichst effizient ans Werk zu gehen, das da heißt: Ska.

Monika Schönfelder ist (studierte) Arrangeurin, die im Rahmen eines Spezialprojekts für das Internationale Jugendmusikfestival der Bläserjugend Baden-Württemberg (25. bis 27. Juni in Burladingen) fünf (nicht notierte) Songs der Leutkircher Ska-Band »Mo’ Bettah Freaks« für die große sinfonische Bläserbesetzung umgeschrieben hat. Und jetzt steht sie da vor dem unbekannten Orchester und ist nervös. So wie Anton Mang. Und so wie die Bläser/innen aus Band und Stadtkapelle. Gleichzeitig – was soll denn passieren? »Der Anton weiß schon, was er von uns verlangen kann. Das klappt sicher.« Und Recht hat er, der Klarinettist Heinrich Wesle, mit seinen 65 Jahren Vertreter der eher kleineren Fraktion der »alten Hasen« in der Leutkircher Stadtkapelle, die im Durchschnitt 24 Jahre alt ist. Es hat tatsächlich geklappt, dieses verwegen anmutende Projekt.

 

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