Song and Wind - Best-Practice-Reihe (5)

Dies ist nun der letzte Beitrag meiner »Best-Practice-Serie«. Das Aufschreiben meiner Gedanken hat großen Spaß gemacht! Durch die Zusammenstellung wertvoller Übungen in der CLARINO ist ein kleines Trainingsprogramm entstanden, dessen regelmäßiges Üben garantiert Erfolg verspricht. Alle Übungen stammen aus der Trompetenschule »Trompetenfuchs«, Band 2 und 3. In diesem Beitrag geht es um den bedeutendsten und erfolgversprechendsten Themenbereich: Um Klang, Musik und Luft.

Gesang und Luft

»Song and Wind« – dieser Slogan ist vielsagend. Genaugenommen beschreibt er die zentrale Message des amerikanischen Tubisten Arnold Jacobs, einem der bedeutendsten Lehrer des 20. Jahrhunderts: Gesang und Luft. Oder: »Singe auf deinem Instrument und sei dir ständig bewusst, dass du letztlich fast alle Probleme auf deinem Instrument durch den richtigen Umgang mit deiner Luft lösen kannst!«

Noch weiter interpretiert könnte man sagen: »Hole so tief Luft wie möglich – ohne dich dabei zu verkrampfen – und lass die Luft großzügig strömen; ein imaginäres Luftkissen in der Körpermitte unterstützt deinen Klang und deine Ausdauer.« Übrigens ist Folgendes eindeutig ein Markenzeichen für gute Lehrer: Sie achten fast pedantisch auf eine stets tiefe, natürliche Atmung und einen stetig geführten Luftstrom. Bitte nicht verwechseln mit »Stütze«, ein klassischer Irrtum...

Vorstellen, dann spielen

Noch eine fundamentale Botschaft hinterlässt uns Arnold Jacobs: »Stell dir immer zuerst vor, wie du klingen möchtest, und führe dann genau das aus.« Bahnbrechend, wenn sie mich fragen. Leider spielen wir immer noch viel zu oft einfach drauf los und müssen dann mühsam das Gespielte korrigieren. Wieso stellen wir uns nicht zuerst genau vor, was wir wie machen wollen, und setzen es dann so gut wie möglich um?

  • 28.09.2015
  • Praxis
  • Stefan Dünser
  • Ausgabe: 10/2015
  • Seite 12-13

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