Solisten und Originalwerke - Musikkapellen in Amerika nach dem Ersten Weltkrieg

Das »Goldene Zeitalter« der Blasmusik in Amerika ging mit dem Ersten Weltkrieg zu Ende. Ein neuer Lebensstil entstand, und alte Bräuche gerieten in Vergessenheit. Das Auto hat den Menschen eine große Unabhängigkeit in der Fortbewegung ermöglicht, und die Vergnügungsparks mit ihren Blasmusikkonzerten verloren an Attraktion. Radio und Schallplatte ermöglichten es, Musik zu hören, ohne das Haus zu verlassen oder zusätzlichen Eintritt zu bezahlen. Alte Tänze wurden durch neue, stark synkopierte verdrängt, und der populäre Geschmack wendete sich dem Jazz und der Musik kleinerer Ensembles zu. Die Hoffnung auf eine Zukunft für die Blasmusik lag in den Schulen.

Der Rückgang der Blaskapellen-Aktivitäten vollzog sich allmählich. Es gab noch einige aktive professionelle und Amateurformationen, die das Publikum unterhielten und zu guter Musik hinführten. Und so entstand langsam ein Repertoire an Originalwerken. In diesem Aufsatz sollen nun bedeutende Künstler und Komponisten der USA aus dieser Zeit vorgestellt werden.

  • 21.09.2011
  • Historisches
  • Raoul F. Camus
  • Ausgabe: 10/2001
  • Seite 14-17

« zurück