Solist, Dozent und Dirigent Harmen Vanhoorne: Weltweit auf Achse

USA, Neuseeland, Australien, Südkorea und nicht zu vergessen Europa. Weltweit ist Kornettist Harmen Vanhoorne unterwegs: Sei es als Solist, Dirigent oder Dozent. Der 30-Jährige war in den letzten zwölf Monaten rund 18 Wochen auf Achse.

Dabei hat der Belgier auch einen Hauptjob. Er ist Solokornettist der belgischen Elitemilitärkapelle Guides-Gidsen. Zudem dirigiert er zwei Musikvereine in Belgien und Luxemburg. Wir sprachen mit Harmen Vanhoorne über ein bewegtes Jahr und die anstehenden Projekte und Soloauftritte für 2017.

Harmen Vanhoorne, sie sind weltweit als Solist unterwegs. Haben Sie sich auf ein bestimmtes Repertoire eingespielt?

Ich habe eigentlich kein festes Repertoire, das ich spiele. Wenn die Möglichkeit besteht, bevorzuge ich neue beziehungsweise selten gespielte Werke. Die Stücke sollen auch interessant für das Publikum sein. Natürlich werden auch die Klassiker vorgetragen, meist als Zugabe. Da optiere ich häufig für das klassische Kornett-Repertoire. Aus dem Brassband-Bereich handelt es sich um Stücke von Peter Graham oder Philip Sparke. Aber auch die typischen Thema-Variationen von Arban, die »Slawische Phantasie« oder das »Concerto« von Arutjunjan. Ich spiele so ziemlich alles.

Konzerte in Europa, den USA, Neuseeland, Australien oder Asien. Wie viele Tage im Jahr sind Sie auf Achse?

Seit Dezember 2015 war ich etwa 18 Wochen im Ausland. Das ist nicht immer einfach. Ständig in Hotels und Restaurants zu sein, wirkt sich auch auf den Körper aus. Trotzdem ist es toll und ich habe mir immer gesagt, du musst etwas Neues machen, wenn du noch jung bist. Zudem lernt man bei diesen Auslandsreisen viele Menschen kennen. In Belgien halten wir vielleicht etwas zu viel an unserer Musik fest. Wenn ich im Ausland bin, dann lerne ich andere Musikstile und Komponisten kennen. Das spornt an.

Sie haben auch in der Pariser Oper gespielt, oder?

Ja, das stimmt. Es ist ein fantastisches Orchester, das weltweit einen sehr guten Ruf genießt. Natürlich ist es etwas ganz anderes als ein Soloauftritt. Da muss man sich in das Orchester einfügen. In meinen Augen ist es eines der besten Orchester der Welt.

  • 21.12.2016
  • Szene
  • Jochen Mettlen
  • Ausgabe: 1/2017
  • Seite 44-45

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