Schwerpunktthema: Verdi oder Wagner?

Wagnerjahr. Verdijahr. Wohin man blickt, wohin man hört. Auch Clarino kommt nicht um die beiden großen Meister, die im gleichen Jahr 1813 geboren wurden, herum. Wir wollen sie stellen, die verwegene Frage: Wer war größer? Richard Wagner aus dem sächsischen Leipzig stammend oder Guiseppe Verdi, geboren im norditalienischen Dörfchen Le Roncole? Wir stellen schon vorab fest: gut, dass wir verglichen haben.

Verdi blieb ein heimatverbundener Mann des Volkes, Wagner ein umherziehender Heimatloser. Verdi gilt als Humanist, Wagner als Revolutionär. Wagner starb schon 1883 an einer Herzattacke, Verdi mit seiner bäuerlich-starken Konstitution erst 1901. Der Italiener baute ein Altersheim für verarmte Musiker, der Deutsche seinem Werk ein Festspielhaus. Aber der Reihe nach.

Familäre Verhältnisse

Giuseppe Verdi wächst, so heißt es, in einfachen Verhältnissen auf. Nichtsdestotrotz oder vielmehr gerade deshalb ist er mittendrin im Geschehen, denn sein Vater unterhält zusammen mit seiner Frau einen Kram­laden nebst Dorfschenke. Hier sammelt der junge Verdi seine ersten musika­lischen Eindrücke durch umherziehende Dorfmusikanten, die in dem Wirtshaus einzukehren pflegen. Richard Wagner hingegen wird zwar als Sohn eines Polizeiaktuarius geboren, allerdings steht der kleine ­Richard im ersten Lebensjahr oft an der Schwelle des Todes, unterernährt und verängstigt. Kurz hintereinander sterben zudem Vater, Schwester und Großmutter. 1814 zieht Wagners Mutter mit ihren acht Kindern nach Dresden und heiratet den Schauspieler Ludwig Geyer.

Das PDF enthält alle fünf Artikel des Schwerpunktthemas "Sehr witzig! (Blas)Musik und Humor":

  • 20.06.2013
  • Schwerpunktthema
  • Anneliese Schürer und Klaus Härtel
  • Ausgabe: 7-8/2013
  • Seite 33-36

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