Schwerpunktthema: Kinder zur Musik!

  • 17.12.2012
  • Schwerpunktthema
  • Stefan Fritzen
  • Ausgabe: 1/2013
  • Seite 22-25

Zugegeben, der Titel klingt ein wenig ultimativ und insistierend. Aber angesichts der Fülle musikalischer Traditionen und der vielfältigen Möglichkeiten künstlerischen Tuns in Deutschland ist der oben genannte Ausruf durchaus berechtigt, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die musikalische Nachwuchsgewinnung die Verantwortlichen permanent in Atem hält und die Zahl derer, die auf klassischem Instrumentarium Musik machen, stetig zurückgeht.

Im Folgenden möchte ich die musikalische Nachwuchssituation in Deutschland beleuchten, Trends im Gebrauch von Musik aufzeigen und unsere Musikkultur in den Kontext einer allgemeinen Bildung setzen. Angesichts von immerwährenden »Superstars« und »Größten aller Zeiten« werde ich nicht umhin können, auch einige pole­mische Anmerkungen zu machen. 

Deutschland – ein Musikland?

Seit der Spartentrennung der Musik in die Bereiche Klassische ­Musik, Blasmusik, Folklore, Rock/Pop, Jazz und viele andere Moderichtungen und der klassifizierenden Aufspaltung in die Sektoren »professionelle Kunst« und »Laienmusik« gibt es in der künstlerischen Praxis und musikologischen Aufarbeitung von Stilen und Trends scheinbar festgegründete Barrieren, die Vielfalt in der Ausbildung und stilistische Durchlässigkeit nahezu verhindern. Jeder ist »Fan seiner Musik«. Einig ist man sich in großen Teilen unserer Gesellschaft nur darin, dass »Sinfoniemusik« das Einschlafen begünstige und in absehbarer Zeit sicher nicht mehr gespielt würde (siehe auch Barenboim-Laudatio in der Berliner Zeitung vom 15. November 2012) und Blasmusik etwas für Lederhosen besitzende Spießer sei.

Das PDF enthält alle sechs Artikel des Schwerpunktthemas "Kinder zur Musik!":

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