Schwerpunktthema: Fit bleiben mit Musik - Seniorenorchester & Neueinsteiger im Alter

Der demografische Wandel macht auch vor der deutschen Musiklandschaft nicht halt. Trotzdem ist ­Musizieren im Alter ein Thema, das erst in den vergangenen Jahren so richtig Beachtung gefunden hat. Senioren sind heute mit dem Eintritt ins Rentenalter geistig und körperlich noch fit. So mancher findet vielleicht sogar erst dann die Zeit, sich intensiv mit einem Instrument zu beschäftigen. Abgesehen von dieser noch eher exotischen Gruppe der Neueinsteiger im SeniorenAlter besteht aber eine weitaus grös­sere Gruppe von gealterten Musikern, die mit der Rente nicht automatisch in den musikalischen Ruhestand übergehen wollen. und warum auch?

Empirische Untersuchungen haben er­geben, dass aktives Musizieren auf den Prozess des Alterns positive Auswirkungen hat: Es fördert die Gesundheit und beugt altersbedingten Erkrankungen vor. Die Muskulatur wird mobilisiert, die Empfindsamkeit des Tastsinns von Händen, Lippen und Zunge wird trainiert, das Gehirn wird stimuliert und Balance wird gefordert. 

So lange physische und psychische Kräfte es erlauben, gibt das aktive Musizieren vielen Senioren Kraft und eine Quelle der Lebens­freude und eine Möglichkeit der Selbstverwirklichung. Gemeinsames Musizieren bringt außerdem soziale Kontakte mit sich – ein Punkt, der hinsichtlich der drohenden Vereinsamung alter Menschen nicht zu vernachlässigen ist; schließlich gilt diese neben Demenz als eines der größten Probleme im Alter.

Das PDF enthält alle fünf Artikel des Schwerpunktthemas "Unruhestand - Musik im Alter":

  • 20.05.2014
  • Schwerpunktthema
  • Cornelia Härtl
  • Ausgabe: 6/2014
  • Seite 30-31

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