Schwerpunktthema: Digitales Lernen - Neue Möglichkeiten und Übe-Methoden für Musiker

  • 16.12.2014
  • Schwerpunktthema
  • Cornelia Härtl
  • Ausgabe: 1/2015
  • Seite 29-31

E-Learning oder digitales Lernen ist auf dem Vormarsch. Nur die wenigsten bringen diese Begriffe aber mit dem Spielen beziehungsweise Lernen eines Blasinstruments in Verbindung. Blasmusik ist von ihrem Wesen her wohl eindeutig mehr analog als digital. Das heißt aber nicht, dass die zunehmende Digitalisierung der Welt keinen Einfluss auf die Blasmusikszene hat. Vor allem wenn es ums Üben geht, bieten sich auch Bläsern immer mehr Möglichkeiten, von digitalen Medien zu profitieren.

Wer heutzutage auf die Schnelle etwas wissen will, wälzt in der Regel nicht mehr dicke Schmöker, sondern befragt das Internet. Nicht umsonst heißt es: »Google weiß alles!« Und tatsächlich findet man im Internet zu jedem denkbaren Thema Hinweise, Tipps und Ratschläge – oft sogar in Form von Videos. Die Kunst liegt nicht mehr da­rin, an Informationen zu gelangen, sondern zu selektieren, welche Informationen tatsächlich brauchbar und fundiert sind. 

Diese Tatsache wird auch im Bildungssystem immer deutlicher. In den Niederlanden gründete der Meinungsforscher Maurice de Hond ein ganz neues Konzept: Unterricht für ein neues Zeitalter. Angefangen mit sieben Grundschulen, gibt es inzwischen über 20 sogenannte Digitalis- oder iPad-Schulen. Individualisiertes Lernen mit­hilfe modernster Technik ist hier an der Tages­ordnung. Die Kinder lernen außerdem einen bewussteren Umgang mit digitaler Technik und Informationen aus dem Internet – sie erwerben sozusagen digitale Kompetenzen. In Zukunft werden solche Fähigkeiten unverzichtbar sein.

Das PDF enthält alle fünf Artikel des Schwerpunktthemas "Üben - aber wie? Digital wie analog: mit Freude!":

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