Schwerpunktthema: Der gleiche Körper - Sportwissenschaftler Klaus Rom im Gespräch

Der Sport sei der Musik voraus, heißt es oft. Eine Meinung, die der Grazer Dr. Klaus Rom nur bedingt teilt. Denn man muss die Erkenntnisse schließlich auch anwenden können. Was kann denn wer voneinander lernen? Klaus Rom muss es wissen: Denn der 36-jährige ist sowohl Sportwissenschaftler als auch Musiker. 

Clarino: Sie haben im laufenden Wintersemester 2013/14 die Lehrveranstaltung »Sport und Musik – Voneinander lernen« an der Uni Graz angeboten. Wie sind Sie darauf gekommen? Aus ­eigener Erfahrung?

Klaus Rom: Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Musik zum Leben gehört wie essen und schlafen. Als promovierter Sport­wissenschaftler war es dann nur eine Frage der Gelegenheit, eine solche Lehrveranstaltung zu initiieren. Diese ergab sich durch die Bekanntschaft mit Frau Prof. Mornell, die eine großartige Wissenschaftlerin, aber auch Konzertpianistin ist, und meine Freundschaft zu Dr. Payer, einem großartigen Didaktiker. 

Das PDF enthält alle sieben Artikel des Schwerpunktthemas "Sport und Musik - Voneinander lernen":

Mag. Dr. Klaus Rom 

ist promovierter Sportwissenschaftler (Jahrgang 1977). Er absolvierte das Studium Lehramt Sport und Bewegung/Physik in Graz und hat eine Ausbildung zum Lehrwart Mountainbike. Klaus Rom ist verheiratet und hat zwei Kinder. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Theorie und Praxis des Trainings ­unter spezieller Berücksichtigung kon­struktivistischer und system­theore­ti­scher Aspekte. Software­entwicklung im Bereich Sport­spielanalyse (Volleyball) und Herzfrequenzmessung. 

Veröffentlichungen: Rom, K. (2007): Wissenschaftliche Aussagen und ihr Anspruch auf eine anwendungsorientierte Realisierung im sportlichen Trainingsprozess, Dissertation; Rom, K. (2009): Training verstehen – erfolgreich trainieren; Brüder Hollinek, Purkersdorf Prossnigg, W., Payer, G., Rom, K. (2010): Bewegung vermitteln – Überlegungen zu einer allgemeinen Methodik der Bewegung und des Sports; Brüder Hollinek, Purkersdorf Rom, K. (2011): Den Körper verändern – Training mit Bauch­gefühl für Kopfmenschen, Brüder Hollinek, PurkersdorfZitat: Ich lebe mit Musik, seitdem ich denken kann (auch wenn böse Zungen behaupten, das wäre nie der Fall gewesen. Denken meine ich). Ob es das Blockflöte üben ­meines Vaters war oder das gemeinsame Musizieren, ich hab keine Ahnung. Auf jeden Fall prägt das. Lange hab ich die Blockflöte gequält. Der Umstieg aufs Saxofon war dann der erste Schritt in die Freiheit. Diesen zwei Instrumenten habe ich auch meine musikalische Grundausbildung zu verdanken – auf die ich dann und wann zurückgreife, ob ich's merke oder nicht.

 

 

  • 19.02.2014
  • Schwerpunktthema
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 3/2014
  • Seite 30-32

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