Schwerpunktthema: Das Jazzkonzert - Anmerkungen aus der Praxis

Jazz ist improvisierte Musik. Dennoch kann ein wenig Planung vor einem Auftritt nicht schaden: Wie betrete ich die Bühne? Welches Stück wähle ich zur Eröffnung des Konzerts? Wie kommuniziere ich mit dem Publikum? Wie gestalte ich die Stückfolge? Was wähle ich als Zugabe? 

Wenn ein Musiker oder Produzent neue Aufnahmen zu einer CD zusammenstellt, denkt er in der Regel gründlich über die Reihenfolge der Stücke nach. Soll das stärkste Stück den Anfang machen? Das typischste Stück? Das feurigste? Das geheimnisvollste? Oder das schnellste? Es gibt darüber ganz verschiedene Ansichten. Auch was den Gesamtaufbau eines Albums betrifft, begegnet man sehr unterschied­lichen Konzeptionen. Viele machen es sich einfach und lassen immer ein schnelles und ein langsames Stück einander abwechseln. Einige Label-Profis schwören dabei auf ­einen mittelschnellen Beginn, dem als ­Steigerung ein schnelleres und dann als Kontrast ein langsames Stück folgen. Wieder andere stellen gern eine langsame Ballade an den Beginn – zur sensibilisierenden »Ohrenöffnung« – oder auch nur eine ­kurze, eher stimmungsmäßige Introduk­tion. Vermeiden sollte man auf jeden Fall, dass der Hörer den Eindruck bekommt, die besten Stücke stünden am Anfang und danach fiele die CD stark ab. Daher muss man sich auch gründlich Gedanken über das »Zentrum« und den Ausklang der CD machen. Eigentlich ist das also eine Wissenschaft für sich...

Das PDF enthält alle fünf Artikel des Schwerpunktthemas:

  • Konzertdramaturgie - Wie lockt, wie fängt, wie bindet man ein Publikum? (von Klaus Härtel)
  • Kopf oder Bauch? - Konzertdramaturgie in Blasorchestern (von Stefan Fritzen)
  • Weltreisen und Aha-Effekte - Über klassische Konzertprogramme (von Hans-Jürgen Schaal)
  • Gut gesessen ist halb gewonnen (von Christine Engel)
  • Das Jazzkonzert - Anmerkungen aus der Praxis (von Hans-Jürgen Schaal)
  • 22.05.2012
  • Schwerpunktthema
  • Hans-Jürgen Schaal
  • Ausgabe: 6/2012
  • Seite 34-36

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