Rundreise durch einen Landkreis - »Erpekanian Dance Suite« von Andrea Csollany

  • 26.05.2014
  • spielBAR
  • Joachim Buch
  • Ausgabe: 6/2014
  • Seite 62-65

»Erpekanien? Wo soll das liegen? Nie gehört!« Natürlich ist dies kein offizieller Name, ebenso wenig wie »Kakanien«, was als ironische Abkürzung für die altösterreichische Donau- bzw. k.u.k.-Monarchie kreiert wurde. Gemeint ist hier der Rhein-Pfalz-Kreis (R-P-K), die Region westlich der Städte Ludwigshafen und Speyer. Natürlich stellen sich bei diesem Titel auch Assoziationen an Blasmusik-Klas­siker wie »Armenian Dances« (Alfred Reed) oder »Illyrian Dances« (Guy Woolfenden) ein. Blasmusik-Kenner aus der Schweiz mögen auch an die »Bilder aus Asymmetrien« von Hans Moeckel denken.

Das bislang noch nicht aufgeführte Werk entstand als Beitrag für einen Komposi­tionswettbewerb im Rahmen des »Otto-Ditscher-Kunstpreises«. Die Idee für die außergewöhnliche Besetzung (Sinfonisches Blasorchester + Holzbläserquintett + Blechbläserquintett) stammt von den Organisatoren. Sollten keine eigenständigen Ensembles (Flöte, Oboe, Klarinette, Alt­saxofon, Fagott bzw. 2 Trompeten, Horn, Posaune, Tuba) verfügbar sein, dann ist es durchaus möglich, die Solisten aus den eigenen Reihen zu rekrutieren. Sowohl die Orchester- als auch die Solostimmen stellen keine allzu hohen technischen Anfor­derungen (Schwierigkeitsgrad 3,5 bzw. 4).

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