Rundreise durch einen Landkreis - »Erpekanian Dance Suite« von Andrea Csollany

»Erpekanien? Wo soll das liegen? Nie gehört!« Natürlich ist dies kein offizieller Name, ebenso wenig wie »Kakanien«, was als ironische Abkürzung für die altösterreichische Donau- bzw. k.u.k.-Monarchie kreiert wurde. Gemeint ist hier der Rhein-Pfalz-Kreis (R-P-K), die Region westlich der Städte Ludwigshafen und Speyer. Natürlich stellen sich bei diesem Titel auch Assoziationen an Blasmusik-Klas­siker wie »Armenian Dances« (Alfred Reed) oder »Illyrian Dances« (Guy Woolfenden) ein. Blasmusik-Kenner aus der Schweiz mögen auch an die »Bilder aus Asymmetrien« von Hans Moeckel denken.

Das bislang noch nicht aufgeführte Werk entstand als Beitrag für einen Komposi­tionswettbewerb im Rahmen des »Otto-Ditscher-Kunstpreises«. Die Idee für die außergewöhnliche Besetzung (Sinfonisches Blasorchester + Holzbläserquintett + Blechbläserquintett) stammt von den Organisatoren. Sollten keine eigenständigen Ensembles (Flöte, Oboe, Klarinette, Alt­saxofon, Fagott bzw. 2 Trompeten, Horn, Posaune, Tuba) verfügbar sein, dann ist es durchaus möglich, die Solisten aus den eigenen Reihen zu rekrutieren. Sowohl die Orchester- als auch die Solostimmen stellen keine allzu hohen technischen Anfor­derungen (Schwierigkeitsgrad 3,5 bzw. 4).

  • 26.05.2014
  • spielBAR
  • Joachim Buch
  • Ausgabe: 6/2014
  • Seite 62-65

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