rundfunk-blasorchester leipzig - die wende als chance gesehen – und diese genutzt

  • 21.09.2011
  • Mainstory
  • Klaus Härtel
  • Ausgabe: 10/2005
  • Seite 28-31

Schon zu DDR-Zeiten war das Rundfunk-Blasorchester Leipzig durch unzählige Auftritte und Übertragungen bekannt. Vor allem sein unverwechselbarer Klang machten es beim Publikum überaus beliebt. Nach der Wiedervereinigung präsentierte sich das Orchester – übrigens das einzige professionelle (zivile) Blasorchester Deutschlands – mit neuem Profil und neuen Erfolgen. Nun feiert das RBO sein 55-jähriges Bestehen und gleichzeitig die Gründung der Bläserakademie vor zehn Jahren. Die Wende war für das RBO nicht nur eine Herausforderung, sondern eben auch eine große Chance – und die wurde genutzt.

»Rückblickend betrachtet«, erzählt der Geschäftsführer des RBO Leipzig, Heiko Schulze, »war die Wende eine unwahrscheinlich spannende und ereignisreiche Zeit, auch wegen der vielen Ängste um den Verlust des Arbeitsplatzes und vor Auflösung.« Heute habe das Orchester endlich eine relativ sichere juristische Stellung gefunden, die es ermöglicht, die künstlerischen Potenziale frei zu entwickeln, die die Bläsermusik ermöglicht. »Wir sind heute frei von jeglicher Ideologie, frei von diktatorischen politischen Zwängen.« Heute sind die Zwänge eher kommerzieller und finanzieller Art, die das RBO in der freien Marktwirtschaft aber als logisch hinnimmt, da sie die Kunst nicht beeinflussen. »Endlich können wir aller Kreativität freien Lauf lassen.«

 

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