popkomm - prominente runde diskutiert chancen der bläser

Wie vermitteln Musiklehrer ihren Schülern noch die Lust, sich mit einem Instrument zu befassen, vor der Medien-Kulisse der »Casting-Shows« mit Teenagern samt »Machern«, die binnen weniger Wochen kleine Vermögen scheffeln? Üben, üben, üben, Studium, Konservatorium, hoch dotierte Orchesterstelle? Und das vielleicht auch noch mit einem Blasinstrument? Überspitzt formuliert: »Ich spiele Blockflöte, kann ich Popstar werden?« Unter diesem provokativen Arbeitstitel initiierte clarino.print bei der Popkomm in Köln, dem weltgrößten Branchentreff der Unterhaltungsindustrie, ein »Panel«. Bei dieser Podiumsdiskussion wurde die Rolle des »einsamen Trompeters« (so der Titel im offiziellen Programm) – das Schattendasein von Bläsern in der modernen Unterhaltungsmusik – beleuchtet.

Einen generellen Image-Wechsel der »Blasmusik« forderte Stefan Liebing, Generalsekretär der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV) und in dieser Rolle Sprecher von »18 000 Orchestern, die in unserem Verband organisiert sind und gute Musik unterschiedlichster Stilrichtungen machen«, auf dem Podium. »Bei Bläsern denken viele an Bierzelt und Humptata-Musik. Das Thema muss anders positioniert werden«, so sein Credo vor den namhaften Diskutanten, die clarino.print-Herausgeber Franz X.A. Zipperer für das Thema hatte begeistern können.

 

  • 21.09.2011
  • Tobias Schumacher
  • Ausgabe: 10/2003
  • Seite 38-40

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